Craniosacral - Raum zum Sein
Klang - Körper - Stille
In meiner Arbeit mit “Stimmgabeln in der Craniosacralen Entspannung unter besonderer Berücksichtigung des Gesichtsschädels, der Schädelnähte und Nebenhöhlen" beschäftigte ich mich mit dem Phänomen Klang und seiner Wirkung auf feste Stoffe und Flüssigkeiten (Chladni´sche Klangfiguren). Auf einem Video habe ich auf eindrücklichste Weise gesehen, wie ein einfacher Tropfen Wasser auf Schwingung reagiert und dabei die zauberhaftesten Formen annimmt. Diese Studien haben mein Selbstverständnis als Musikerin erneuert. Welche faszinierenden Verwirbelungen in unserem physischen Körper vor sich gehen, wenn wir mit Musik in Berührung kommen...Gesundheit und Krankheit vielleicht ein Phänomen innerer Harmonie oder Dissonanz?
Wenn es stiller werden darf
Unser Alltag ist häufig von Aktivität geprägt. Wir denken, planen, leisten, reagieren.
Auch Musikerinnen und Musiker verbringen viel Zeit in einem Zustand hoher Aufmerksamkeit: beim Üben, auf der Bühne, im Unterricht, in Proben oder vor wichtigen Auftritten. Dabei kann es schwierig werden, wirklich aus dem Aktivierungsmodus herauszufinden.
Craniosacrale Körperarbeit bietet einen Raum, in dem nichts geleistet werden muss.
Ein Raum zum Ankommen.
Zum Wahrnehmen.
Zum Loslassen.
Und zum Stillwerden.
Über sanfte Berührung und achtsame Körperwahrnehmung kann die Aufmerksamkeit nach innen gelenkt werden.
Klang und Körper
Ein Klang berührt uns, bevor wir überhaupt wissen, warum. Ein einzelner Ton kann Ruhe schaffen. Ein Rhythmus kann uns bewegen. Musik kann Erinnerungen wachrufen oder unmittelbar körperlich spürbar werden.
Was geschieht zwischen Klang, Wahrnehmung und Körper?
Diese Frage begleitet auch meine Arbeit mit Stimmgabeln. Klang und Schwingung eröffnen uns die Möglichkeit, Wahrnehmung zu vertiefen und einen Zugang zu Ruhe und Präsenz zu finden.
Der Körper darf loslassen
Entspannung lässt sich nicht erzwingen.
Je mehr wir versuchen, unbedingt entspannen zu müssen, desto weiter kann sie sich entfernen. Craniosacrale Arbeit schafft deshalb einen Rahmen, in dem der Körper in Ruhe auf Berührung reagieren darf. Die Aufmerksamkeit verlangsamt sich.
Nicht selten wird dabei deutlich, wo wir unbewusst festhalten. Zuweilen entsteht mehr Raum. Und manchmal ist es genau diese Erfahrung, die wir im Alltag vermissen: Nichts tun zu müssen.
Regeneration ist mehr als eine Pause
Nach intensiven Phasen brauchen wir nicht nur Zeit. Wir brauchen die Möglichkeit, aus der Aktivierung wieder herauszufinden.
Für Musikerinnen und Musiker kann das besonders bedeutsam sein. Der Körper ist gleichzeitig Ausdrucksmittel, Arbeitsinstrument und Resonanzraum.
Craniosacrale Arbeit kann hier einen Gegenpol schaffen:
vom Tun zum Wahrnehmen,
von der Anspannung zur Ruhe,
vom Außen wieder nach innen.
Dabei steht nicht die Idee im Vordergrund, etwas „reparieren“ zu müssen.
Es geht darum, dem eigenen Körper wieder Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken.
Eine Einladung an den Körper
Gesundheit bedeutet für mich nicht, dass immer alles in Harmonie sein muss.
Auch in der Musik entsteht Ausdruck gerade durch Spannung und Auflösung, Bewegung und Ruhe, Klang und Stille.
Vielleicht liegt Gesundheit weniger darin, Dissonanzen zu vermeiden, als darin, mit ihnen beweglich umgehen zu können.
Craniosacrale Körperarbeit kann ein Raum sein, in dem diese Beweglichkeit wieder erfahrbar wird.
Ein Ort, an dem der Körper nicht leisten muss.
Ein Moment, in dem Wahrnehmung wichtiger wird als Bewertung.
Und manchmal beginnt Regeneration genau dort:
wenn wir aufhören, etwas erreichen zu wollen.
Meine Verbindung von Craniosacral und Musik
Meine Arbeit als Musikerin prägt auch meine Arbeit mit dem Körper.
Ich lausche. Ich nehme Rhythmus, Spannung, Pausen und Veränderungen sehr unmittelbar wahr.
Vielleicht ist es deshalb kein Zufall, dass mich die Verbindung von Klang, Körper und Stille so lange begleitet.
Was bei einem Instrument als Schwingung hörbar wird, lässt sich beim Menschen ähnliche Weise erklären.
Der Volksmund weiß es zu formulieren, indem er zum Ausdruck bringt, wie wir gestimmt sind (Laune), welche Stimmungen herrschen (zwischenmenschliche Räume), ob Spannungen bestehen (Konflikte), dass Aufmerksamkeit zum Zerreißen gespannt sei (Erwartungen) etc. …
Musik und Mensch bewegen, berühren, verändern unsere Aufmerksamkeit.
Klang. Körper. Stille.
Manchmal brauchen wir nicht noch einen Impuls. Nicht noch eine Methode. Nicht noch etwas, das wir tun müssen.
Manchmal brauchen wir einen Raum, in dem wir wieder wahrnehmen können, was bereits da ist.
Craniosacral ist für mich eine Einladung dazu.
Wenn Sie sich nach mehr Ruhe und Regeneration sehnen, wenn Sie herausfinden möchten, ob eine craniosacrale Sitzung für Ihre persönliche Situation passend sein könnte, sprechen wir in einem Erstgespräch unverbindlich über Ihr Anliegen.
Mehr zur Craniosacral-Therapie
William Garner Sutherland (1873–1954), Osteopath entdeckte Anfang 20. Jh. die Beweglichkeit der Schädelknochen und dass sie in einem bestimmt Rhythmus auseinander driften und wieder zusammenziehen. Dieser Rhythmus stellte sich als unabhängig von Puls (Herz) und Atmung heraus. Der Cranio-Sacrale Rhythmus war ans Licht gekommen.
John E. Upledge (1932–2012), Arzt & Osteopath entwickelte daraus die moderne Craniosacral-Therapie.
Wichtige Einflüsse waren:
*Osteopathie
*Anatomie & Physiologie
*klinische Beobachtung im OP (Upledger)
Das Erspüren des craniosacralen Rhythmus ist die Basis der Behandlung. Dieser Rhythmus breitet sich auf alle Systeme aus, besonders berücksichtigt wurde zu Anfang:
*Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit
*Schädel
*Kreuzbein
Annahme ist, wie auch in der Polarity:
Gesundheit = freier Rhythmus & Beweglichkeit
Das Ziel der feinen manuellen Methode ist:
*Unterstützung des Nervensystems
*Aktivierung der Selbstheilung
Fortbildungen Craniosacral
Meine craniosacrale Arbeit basiert auf einer langjährigen Aus- und Weiterbildungstätigkeit.
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WATMO – Wasser trifft Morphodynamik
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