Wie ich gelernt habe, Gegenwind anders zu betrachten
ÜBER MICH
Ich kenne den Moment, in dem das eigene Können plötzlich nicht mehr verfügbar zu sein scheint …
Auch ich musste mitten im Berufsleben umdenken.
Ich hatte Schmerzen und Stress. So hatte ich mir meine Solistenkarriere nicht vorgestellt. Meine Lebenspläne waren durchkreuzt. Pillen (Betablocker & Co) kamen für mich nicht infrage, um dem unterschätzten Gegenwind zu trotzen.
Ich musste meinen Traumberuf aufgeben und mich neu erfinden.
Heute weiß ich: Manchmal führt uns gerade das, was uns aus der Bahn wirft, zu einer neuen und tieferen Sicht auf das, was wirklich wichtig ist.
Ich bin Musikerin, Cembalistin, Dozentin und Performance-Coach. Seit über 25 Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, was Menschen dabei unterstützt, auch unter Druck Zugang zu ihrem Können, ihrer Kreativität und ihrer Freude zu behalten.
Meine Arbeit verbindet meine persönliche Erfahrung als Musikerin mit Performance-Coaching, Biomechanik, Bodywork und der Arbeit mit Stress- und Bewegungsmustern.
Heute begleite ich Musiker und Musikerinnen, die spüren:
„Ich kann es eigentlich – aber im entscheidenden Moment komme ich nicht an mein Können heran.“
Vielleicht spielt der Körper nicht mehr mit. Vielleicht übernimmt die Anspannung. Vielleicht funktioniert man nur noch im Autopilot und die Freude an der Musik geht verloren.
Ich kenne diese Erfahrung. Und ich weiß, wie wertvoll es sein kann, nicht länger gegen sich selbst zu kämpfen, sondern die eigenen Muster zu verstehen und neue Wege zu finden.
Foto: Lena Ruisz
Andreas Erfahrungsschatz
Meine Geschichte mit der Musik begann früh. Geboren in Windhoek, Namibia, entdeckte ich dort nicht nur meine Liebe zu afrikanischen Klängen, sondern auch zur Alten Musik. Das Cembalo war schon im Vorschulalter mein Lieblingsspielzeug.
Nach der Rückkehr nach Europa wurde die Musik zu meinem Beruf. Ich studierte intensiv, wurde Solistin für Alte Musik und begann zu konzertieren. Gleichzeitig war mir das Unterrichten schon früh eine Herzensangelegenheit.
Im Laufe meiner eigenen musikalischen Entwicklung und durch die Arbeit mit meinen Studierenden begegneten mir immer wieder dieselben Fragen: Wie gehen wir mit Auftrittsängsten, übermäßiger Anspannung, Stress oder Schmerzen um? Was geschieht, wenn das eigene Können plötzlich nicht mehr abrufbar ist? Und was braucht es, damit wir wieder Zugang dazu finden?
Viele dieser Themen kannte ich aus eigener Erfahrung. Ich hatte über die Jahre gelernt, auch bei Gegenwind meinen Kurs zu halten.
Auf meiner Suche nach Antworten habe ich über viele Jahre unterschiedliche Ansätze, Techniken und Methoden kennengelernt, erprobt und miteinander verbunden. Dabei wurde mir immer deutlicher, wie eng Körper und Geist als Kontinuum funktionieren.
Unsere Gedanken, Überzeugungen und inneren Haltungen wirken auf unseren Körper, unsere Bewegungen und unsere Leistungsfähigkeit. Deshalb lohnt es sich, bei einem körperlichen Symptom nicht nur das Symptom selbst zu betrachten, sondern auch die Muster und Haltungen dahinter.
Für mich beginnt Veränderung dort, wo wir neugierig werden auf das, was hinter unserem Erleben liegt.
Genau diese Verbindung von Körper, Geist, Leistung und persönlicher Entwicklung bildet heute die Grundlage meiner Arbeit.
Andreas Qualifikationen
Nach dem Abbruch meiner Solistenkarriere absolvierte ich eine vierjährige berufsbegleitende Ausbildung in Polarity sowie eine dreieinhalbjährige Ausbildung in Craniosacral an der Aarauer Cranio- und Polarityschule bei Michael Schubert, Freiburg.
Meine Coaching-Ausbildung mit dem Schwerpunkt Leistungs- und Auftrittsoptimierung ergänzte ich durch die Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie (PEP®) nach Dr. Michael Bohne, Hannover.
Die Beschäftigung mit Innerwise nach Uwe Albrecht, Berlin, erweitert meinen Erfahrungshorizont bis heute. Inzwischen bin ich Innerwise Coach und Mitglied einer Masterclass.
Vor fünf Jahren kam die Ausbildung zur Schmerzspezialistin nach Liebscher & Bracht hinzu. Die Biomechanik eröffnete mir nochmals eine neue Sicht auf körperliche Strukturen sowie auf Haltungs- und Bewegungsmuster.
Darüber hinaus beschäftige ich mich mit Biohacking, insbesondere mit den Zusammenhängen rund um unseren Zellstoffwechsel, sowie mit energetischer Arbeit.
Mein beruflicher Alltag verbindet heute zwei Welten:
An der Schola Cantorum Basiliensis unterrichte ich Generalbass und Cembalo. In meinem Studio begleite ich Menschen mit Bodywork, Biomechanik, Stressreduktion, Selbstwert- und Intuitionstraining.
Mit meinen Seminaren Mental & Body Strength für Studierende – „Wie gelange ich zu einem kognitiven sowie emotionalen Immunsystem?“ – verbinde ich diese Erfahrungen auch in der Lehre.
Musik verstehen. Menschen verstehen. Körper verstehen.
Für mich gehört das alles zusammen.
Denn am Ende geht es nicht darum, perfekt zu funktionieren.
Es geht darum, wieder Zugang zu sich selbst zu finden – und damit auch zu dem, was bereits in uns steckt.
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