Polarity - Körperarbeit. Yoga. Ernährung. Awareness.
Wurzeln, die tragen. Flügel, die Auftrieb geben.
Körperarbeit für mehr Wahrnehmung, Selbstregulation und freien Ausdruck
„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“ J. W. v. Goethe
Ein Satz, der weit über die Kindheit hinausweist.
Denn auch als Erwachsene brauchen wir beides: Boden unter den Füßen und die Freiheit, uns zu bewegen. Einen Körper, der uns trägt – und die Möglichkeit, über das Gewohnte hinauszugehen.
Auf der Bühne, im Zusammenspiel Körper und Instrument wird dieses Spannungsfeld spürbar und sichtbar.
Auf der einen Seite braucht es Verwurzelung: Präsenz, Körpergefühl, Stabilität. Auf der anderen Seite braucht es Freiheit: Beweglichkeit, Ausdruck und die Fähigkeit, sich auf den Moment einzulassen.
Polarity ist eine Form der Körperarbeit, die diesen Raum zwischen Verwurzelung und Beweglichkeit erfahrbar machen kann.
Wenn der Körper wieder zum Verbündeten wird
In der Performance kann es Situationen geben, in denen der Körper plötzlich etwas anderes macht als Sie möchten.
Die Spannung steigt. Der Atem wird flacher. Bewegungen werden enger. Die Aufmerksamkeit richtet sich immer stärker darauf, was jetzt bloß NICHT passieren darf.
Dies hat unmittelbaren Einfluss auf den Ausdruck.
Polarity eröffnet einen körperorientierten Zugang über Wahrnehmung, Berührung und das unmittelbare Erleben des eigenen Körpers.
Nicht um den Körper stärker zu kontrollieren. Sondern um wieder mehr mit ihm in Kontakt zu kommen.
Verwurzelt sein, ohne festzuhalten
Unter Belastung funktionieren wir häufig lange weiter. Wir halten Spannung, konzentrieren uns, kontrollieren Bewegungen und versuchen, Anforderungen möglichst gut zu erfüllen.
Doch Stabilität bedeutet nicht, festzuhalten. Eine gute Basis lässt Bewegung zu.
In der Polarity-Arbeit geht es deshalb zunächst um Wahrnehmung:
Wo entsteht Spannung?
Wo kann etwas wieder leichter werden?
Was verändert sich, wenn ich nicht sofort korrigiere?
Wie fühlt es sich an, getragen zu sein?
Durch achtsame Körperarbeit können gewohnte Spannungs- und Bewegungsmuster bewusster werden.
Der Körper wird dabei nicht als Problem betrachtet, das gelöst werden muss.
Er wird zur Informationsquelle.
Auftrieb bei Gegenwind
Leistungsdruck gehört zum Leben von Musikerinnen und Musikern. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht:
Wie werde ich vollkommen stressfrei?
Sondern:
Wie kann ich auch bei Gegenwind in Kontakt mit mir bleiben?
Wie kann ich Spannung wahrnehmen, ohne von ihr bestimmt zu werden?
Wie kann ich aktiviert sein und trotzdem beweglich bleiben?
Wie kann ich nach einer intensiven Situation wieder in die Regeneration finden?
Hier entsteht die Verbindung zu meinem übergeordneten Ansatz:
Gegenwind muss nicht nur bremsen.
Er kann auch Auftrieb geben. Abheben in den Flow …
Voraussetzung dafür ist ein Körper, der wahrnehmen, regulieren und sich wieder anpassen kann.
Wurzeln und Flügel in der Musik
Musikalischer Ausdruck braucht beides.
Wurzeln:
Körpergefühl, Präsenz, Stabilität und Vertrauen.
Flügel:
Beweglichkeit, Freiheit, Ausdruck und die Bereitschaft, sich auf den Moment einzulassen.
Wenn wir unter Druck geraten, verlieren wir manchmal genau diese Verbindung. Wir versuchen über Kontrolle wieder in Sicherheit zu gelangen.
Wir halten fest. Wir wollen etwas erzwingen. Und je mehr wir versuchen, alles richtig zu machen, desto weniger frei fühlt sich unser Spiel an.
Körperarbeit kann helfen, wieder zwischen Halt und Bewegung, Spannung und Entspannung, Kontrolle und Vertrauen zu differenzieren.
Nicht entweder Wurzeln oder Flügel.
Sondern beides.
Wenn der Körper mehr weiß, als der Kopf erklären kann
Nicht alles, was uns auf der Bühne beschäftigt, lässt sich allein über Denken und Gespräch verändern. Manchmal wissen wir längst, dass wir keine Angst haben müssten. Und trotzdem reagiert der Körper.
Der Atem verändert sich. Die Schultern ziehen hoch.MDer Bauch wird fest. Die Bewegungen werden kleiner.
Dann kann es sinnvoll sein, nicht noch mehr über das Problem nachzudenken, sondern die Aufmerksamkeit dorthin zu bringen, wo die Reaktion tatsächlich stattfindet:
in den Körper.
Polarity ergänzt damit mein Coaching um eine körperorientierte Perspektive.
Körper, Wahrnehmung und innere Prozesse werden miteinander verbunden – mit dem Ziel, wieder mehr Wahlmöglichkeiten im eigenen Erleben und Handeln zu entwickeln.
Polarity in meiner Arbeit
Ich setze Polarity nicht als isolierte Methode ein. Je nach Anliegen verbinde ich die Körperarbeit mit Coaching und Wahrnehmungsarbeit.
Dabei kann es um Auftrittssituationen, Leistungsdruck, Anspannung, Selbstzweifel oder die Regeneration nach intensiven Phasen gehen.
Der Ausgangspunkt ist immer Ihre individuelle Situation.
Was gibt Ihnen Halt?
Was hält Sie fest?
Wo könnte wieder mehr Bewegung entstehen?
Und was braucht es, damit Sie Ihrem eigenen Körper wieder vertrauen können?
Darauf gibt es keine Standardantwort.
Deshalb entsteht die Arbeit im gemeinsamen Erforschen.
Für Musikerinnen und Musiker, die nicht nur funktionieren wollen
Für mich bedeutet Gesundheit, mit dem, was ist, beweglich umgehen zu können.
Wurzeln geben Halt.
Flügel ermöglichen Bewegung.
Und manchmal entsteht gerade im Gegenwind der Auftrieb.
Polarity ist dabei ein möglicher Weg, über den Körper neue Zugänge zu Wahrnehmung und Selbstregulation zu entdecken.
Finden wir heraus, was Sie trägt.
Wenn Sie herausfinden möchten, ob körperorientierte Arbeit für Ihre persönliche Situation sinnvoll sein könnte, sprechen wir zunächst unverbindlich über Ihr Anliegen.
Über Polarity
Randolph Stone (1890–1981), Arzt, Osteopath und Naturheilkundler, arbeitete in den USA. Ursprünglich stammt er aus Österreich.
Entwicklung:
Die Polarity-Therapie entstand in den 1940er–1950er Jahren des 20.sten Jahrhunderts und war Ergebnis jahrzehntelanger Erforschung und Synthese verschiedener Heil-Systeme.
Seine Einflüsse waren die:
*Osteopathie
*Chiropraktik
*Ayurveda
*Traditionelle Energiekonzepte (östlich & westlich)
Die Grundidee ist, dass der Körper über Energiepole (Plus/Minus/Neutral) organisiert ist.
Gesundheit = freier Energiefluss
Krankheit = Blockade oder Dysbalance
Ziel der Entwicklung war die Verbindung von westlicher manueller Medizin und östlicher Energie- und Ganzheitslehre
Fortbildungen
Mein Diplom für Polarity absolvierte ich 2005. Hier finden Sie die besuchten Fortbildungen für Polarity im Überblick:
Januar 2020:
*Cranio- und Polarity Seminare: Die Macht der Faszien bzw. Die Polarität der Faszien Michael Schubert mit Ann-Marie Isenmann, Kerstin Estelmann und Elke Börnard (Freiburger Cranio- und Polarity Schule, D)
April / Mai 2015:
*Babykurs mit Barbara Fröhlich (Offenburg, D) und Michael Schubert (Freiburger Cranio- und Polarity Schule, D)
Dezember 2013:
*Assistenz: Fußreflexzonenarbeit im Rahmen der Polarity Ausbildung Michael Schubert (Freiburger Cranio- und Polarity Schule, D)
November 2009:
*Parcelsus, Dr. Stone und das Geheimnis der Schwingung. Die Bedeutung der Schwingung in der therapeutischen Arbeit. Das Leben von Randolf Stone. Dr. John Beaulieu (USA) und Phil Young (IE)
September 2009:
*Polarity, das weibliche Prinzip und der Fünfstrahlige Stern.
Kursleitung: Cindy Rawlinson (Petaluma, USA)
September 2008:
*The Polarity Body. Eine dynamische Morphologie des menschlichen Körpers. Dr. med. Jaap van der Wal
(Maastricht, NL.), siehe auch: http://home.unet.nl/walembryo/
April 2008:
*Arbeit mit Trauma. Möglichkeiten und Grenzen in der Polarity. Gisela Beneke (Freiburg, D)
April 2007:
*Quantenresonanz. Ulrike Harder (Freiburg, D.)
März/April 2007:
*Der Mensch als Embryo. Von der Embryologie zur Embryosophie. Jaap van der Wal
Mai 2006 - Juni 2007
*Konzentration - Aufmerksamkeit - Präsenz
Eine Wahrnehmungsschulung. Michael Schubert
Oktober 2006:
*Polarity und Klang. Dr. Stones Konzept des Ultra Schall Kerns. John Beaulieu (New York, USA)
Mai 2006:
*Die Dynamik des Herzens. Oliver Bansmann (Gütersloh, D)
November 2005:
*Das soziale Nervensystem. Die polyvagale Theorie von Dr. Stephen W. Porges. Dr. Urs Honauer (Zürich, CH)
April 2005:
*Auf den Schwingen des Caduceus. Konzentration - Aufmerksamkeit - Präsenz. Michael Schubert